Zündkerzen für Autogas betriebene Fahrzeuge

Die vom Fahrzeug-Hersteller eingebauten Zündkerzen sind in der Regel für den Benzinbetrieb optimiert. Dabei werden zum Beispiel Zündkerzen eingebaut, die 2 oder 3 Masse-Elektroden haben.

Für den Gasbetrieb sind diese Zündkerzen jedoch oftmals nicht geeignet.

Wechsel-Intervalle

Die Wechsel-Intervalle für Zündkerzen bei Gasbetriebenen Fahrzeugen können von den Herstellerangaben abweichen und je nach Fahrzeug 10.000 km / 15.000 km oder 20.000 Kilometer betragen, je nach Zustand der Zündkerzen. Wir werden immer wieder nach einem Wechselintervall der Zündkerzen im Gasbetrieb gefragt. Eine Vorgabe dafür gibt es nicht, die Kerzen sollten regelmäßig kontrolliert werden und gegebenenfalls ersetzt werden um die reibungslose Funktion der Autogas-Anlage zu gewährleisten.

Warum einpolige Zündkerzen für gasbetriebene Fahrzeuge?

Bei Kerzen mit mehreren Masseelektroden »wandert« der Zündfunke von der Mittelelektrode zu den einzelnen »Haken«. Es ist sozusagen ein »durchgängiger Funke, dessen Ende wandert«.

Beim Betrieb auf Benzin hat dies ein besseres Zünden des Gemisches im Zylinder zur Folge. Das Gemisch wird »breiter« entzündet und die Verbrennung läuft daher besser ab. Beim Betrieb mit Gas wird aber leider das Gegenteil verursacht. Grund hierfür ist der höhere Flammpunkt des Gemisches bei Gasbetrieb.

Durch das »Wandern« bei Kerzen mit mehreren Masseelektroden wird der Zündfunken sozusagen »geschwächt«. Dadurch wird es schwerer, das Gasgemisch zu entzünden. Daher ist die Zündung mit einer Kerze mit nur einer Masseelektrode beim Gasbetrieb wesentlich zuverlässiger als mit einer Zündkerze mit mehreren Masseelektroden.

Warum sind eventuell Gas-Kerzen notwendig?

LPG-Kraftstoff (Autogas) erzeugt höhere Zündkerzentemperaturen als Benzin. Wenn Benzin in die Verbrennungskammer eintritt, ist ein Teil des Kraftstoffs noch in Tröpfchenform. Da dies verdampft entsteht Verdampfungskälte, und somit werden die Zündkerze und andere Verbrennungskammerteile abgekühlt.

LPG-Kraftstoff erzeugt in gasförmigem Zustand eine trockene Verbrennung, die nicht die gleichen kühlenden Eigenschaften besitzt. Dies verursacht eine höhere Zündkerzentemperatur.