Historisches H-Kennzeichen

Vorraussetzung

Das Fahrzeug muss vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sein. Ein amtlich anerkannter Sachverständiger, Prüfer oder Prüfingenieur (z. B. TÜV) muss ein Gutachten für die Einstufung als Oldtimer erstellen. Dabei wird festgestellt, ob sich das Fahrzeug weitgehend im Originalzustand befindet und zulässige zeitgenössische Veränderungen aufweist. Das Fahrzeug muss zudem zur "Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes" dienen. Bei der alle zwei Jahre erforderlichen Hauptuntersuchung werden die Kriterien des H-Kennzeichens (zumindest oberflächlich) erneut geprüft. Technische Änderungen oder ein schlechterer Zustand können die Aberkennung zur Folge haben.

KFZ-Steuer

Die pauschale KFZ-Steuer für Oldtimer PKW mit H-Kennzeichen beträgt 191 EUR. (Stand Juni 2021). Ob sich das rechnet kann man schnell mit dem KFZ-Steuer Rechner des Bundesfinanzministerium ermitteln. Besonders bei Autos mit Kat und wenig Hubraum ist die „normale“ KFZ Steuer oft günstiger.

Umweltplakette

Oldtimer mit deutscher Zulassung, die ein H-Zulassungskennzeichen (H = historisch) führen, dürfen wegen einer generellen Ausnahmegenehmigung Umweltzonen ohne Plaketten befahren. Das ist natürlich interessant für Fahrzeuge ohne geregelten Katalysator, denn diese Fahrzeuge bekommen keine Umweltplakette.

Ausland

Bei Verwendung des H-Kennzeichens gibt es keine Einschränkungen für Fahrten ins Ausland, und die gewerbliche Nutzung von solchen Fahrzeugen ist möglich.
<h2<Tuning

Ein zeitgenössisches Tuning ist grundsätzlich im Rahmen des H-Kennzeichen erlaubt. Das bedeutet, wurde das Tuning vor mindestens 30 Jahren durchgeführt und spiegelt es den damaligen Tuningstil wider, dann kann das Fahrzeug durchaus als "automobiles Kulturgut" gelten.

Versicherung fürs H-Kennzeichen

Autoversicherer bieten oft spezielle Tarife für Oldtimer an. Wichtig ist sich genau die Bedingungen durchzulesen. In vielen Fällen brauchen Sie ein Wertgutachten um ihr Fahrzeug entsprechend zu versichern.

H-Kennzeichen